Alte Webseiten ansehen und veraltete Websites erkennen

Alte Webseiten werden aus zwei sehr verschiedenen Gründen gesucht.

Der eine Grund: Sie wollen sehen, wie eine Website vor zehn oder zwanzig Jahren ausgesehen hat, weil die Seite gelöscht wurde, Sie einen Text von damals brauchen oder einen Zustand beweisen müssen.

Der andere Grund: Ihre eigene Website ist alt geworden und Sie wollen wissen, wie schlimm es steht.

Dieser Artikel deckt beides ab, zuerst das Ansehen, danach das Erkennen und Beheben.

Warum alte Webseiten heute schwerer zu finden sind

Früher reichte der Google Cache: ein Klick auf den kleinen Pfeil im Suchergebnis und man sah die gespeicherte Version einer Seite.

Damit ist Schluss.

Google hat den Cache im Februar 2024 abgeschaltet, mit der Begründung, Webmaster hätten heute genug Werkzeuge, um ihre Seiten aktuell zu halten, und Microsoft zog im Dezember 2024 mit dem Bing Cache nach.

Unter den großen Suchmaschinen bietet nur noch Yandex eine Cache-Funktion an.

Wenn eine Seite offline geht und Sie den Inhalt nicht gesichert haben, bekommen Sie ihn über Suchmaschinen also nicht mehr.

Sie brauchen ein Archiv.

Alte Webseiten ansehen mit der Wayback Machine

Die Wayback Machine ist das öffentliche Interface des Internet Archive, einer gemeinnützigen Organisation aus San Francisco.

Sie existiert seit 1996, hat nach Angaben des Internet Archive über 866 Milliarden Seiten archiviert und ist kostenlos sowie ohne Login nutzbar.

Damit ist sie das größte Webarchiv der Welt und Ihre erste Anlaufstelle.

So gehen Sie vor:

  1. Archiv aufrufen: Öffnen Sie web.archive.org.
  2. URL eingeben: Tragen Sie die vollständige Adresse in die Suchleiste ein, inklusive https://. Geben Sie hier keine verkürzte Form wie „beispiel.de“ ein, denn das Archiv findet Snapshots teilweise nur unter der exakten Schreibweise!
  3. Timeline öffnen: Drücken Sie Enter, Sie landen auf der Timeline-Ansicht mit allen Jahren.
  4. Jahr wählen: Klicken Sie oben in der Leiste auf das gewünschte Jahr.
  5. Tag im Kalender anklicken: Markierte Tage bedeuten, dass an diesem Tag ein Snapshot entstanden ist.
  6. Uhrzeit auswählen: Wählen Sie im Dropdown den gewünschten Zeitpunkt und die alte Version öffnet sich.

Die Farben im Kalender richtig lesen

Die farbigen Punkte sagen Ihnen, ob sich der Klick überhaupt lohnt.

  • Blau: Erfolgreicher Crawl, die Seite war erreichbar.
  • Grün: Weiterleitung, Sie landen woanders.
  • Orange: 4xx-Fehler, die URL wurde nicht gefunden.
  • Rot: 5xx-Fehler, der Server hatte ein Problem.

Klicken Sie bevorzugt blaue Tage an, denn ein oranger Punkt heißt nicht, dass die Seite nie existiert hat, sondern nur, dass der Crawler an diesem Tag ins Leere lief.

Warum bei manchen Seiten Snapshots fehlen

Populäre Seiten bekommen viele Snapshots, kleine manchmal jahrelang keinen einzigen, dazu kommen technische Sperren:

  • Ein Eintrag in der robots.txt, der den Bot blockiert (User-agent: ia_archiver Disallow: /)
  • noindex-Meta-Tags
  • Passwortgeschützte Bereiche
  • Dynamische Inhalte, die ohne JavaScript nicht laden

Und schließlich haben manche Betreiber die Löschung aktiv beantragt, was per E-Mail an info@archive.org unter Berufung auf DSGVO oder DMCA möglich ist und typischerweise innerhalb von 48 Stunden erfolgt.

Wenn Sie also gar nichts finden, muss das nicht an Ihnen liegen.

Was die Wayback Machine nicht kann

Ein Snapshot ist keine funktionierende Website, sondern eine Momentaufnahme von HTML und den Dateien, die der Crawler in dieser Sekunde mitnehmen konnte:

Problem Ursache
Bilder fehlen Sie lagen auf externen CDNs und wurden nicht mitarchiviert
Navigation kaputt JavaScript-Rendering ist fehlgeschlagen
Formular reagiert nicht Serverseitige Verarbeitung ist nicht archivierbar
Seite sieht falsch aus CSS-Dateien wurden nicht vollständig erfasst
Endlose Weiterleitungen Weiterleitungsstruktur war zum Aufrufdatum anders

Nicht erfasst werden außerdem Inhalte hinter einem Login, Datenbankabfragen, manche eingebetteten Videos und iFrames sowie Flash-Inhalte.

Ihre eigene Seite sofort archivieren lassen

Unter web.archive.org/save gibt es die Funktion „Save Page Now“.

Sie geben eine URL ein und der Crawler erstellt sofort einen Snapshot.

Nutzen Sie das vor jedem Relaunch und vor dem Löschen einzelner Seiten, denn diese eine Minute Aufwand erspart Ihnen im Zweifel die komplette Rekonstruktion.

Alternativen, wenn die Wayback Machine nichts findet

archive.today

archive.today, auch erreichbar unter archive.ph und archive.is, ist ein privat betriebenes Archiv von 2012, das nicht automatisch crawlt, sondern nur auf Zuruf von Nutzern speichert.

Der Vorteil: Es arbeitet mit einem modifizierten Chromium-Browser und erfasst JavaScript-lastige Seiten deutlich besser als die Wayback Machine, jeder Snapshot entsteht dabei in zwei Versionen, einmal mit funktionierenden Links und einmal als statische Bildschirmaufnahme.

Ein Wort zur Einordnung: Wikipedia hat im Februar 2026 alle archive.today-Links gesperrt, nachdem Vorwürfe eines DDoS-Angriffs und der Manipulation archivierter Inhalte erhoben wurden, und das FBI hat 2025 Schritte zur Identifizierung des unbekannten Betreibers eingeleitet.

Nutzbar ist die Seite weiterhin, das Betreibermodell ist jedoch intransparent.

Cache-Aggregatoren und Common Crawl

„CachedView.nl“ und „cache.pw“ bündeln mehrere Quellen in einer Abfrage.

Common Crawl crawlt zwar monatlich Milliarden Seiten, stellt die Rohdaten aber als WARC-, WET- und WAT-Dateien über AWS S3 bereit: ein Datensatz für Entwickler und Forscher, zum Ansehen alter Seiten ungeeignet.

Das Webarchiv der Deutschen Nationalbibliothek

Die DNB archiviert seit 2012 Websites mit Deutschlandbezug nach DNBGesetz §14, ungefähr alle sechs Monate.

Bedauerlicherweise ist der Zugang eingeschränkt: frei nutzbar nur in den Lesesälen in Leipzig und Frankfurt, Fernzugriff nur dort, wo Rechteinhaber zugestimmt haben. Vergleichbares betreiben die Nationalbibliotheken Österreichs und der Schweiz.

Eigene Inhalte aus dem Archiv zurückholen

Der häufigste Ernstfall: Die Website ist weg, der Hoster hat kein Backup mehr.

Prüfen Sie zuerst im Kalender, ob brauchbare Snapshots existieren.

Für einzelne Seiten reicht Handarbeit: Seite im Archiv öffnen, Rechtsklick, „Seitenquelltext anzeigen“, Texte herauskopieren. Für ganze Domains brauchen Sie ein Werkzeug:

Tool Art Kosten Eigenheit
Wayback Machine Downloader CLI-Tool (Ruby Gem) kostenlos technisch, setzt Ruby voraus
Archivarix webbasiert kostenlos bis 200 Dateien erzeugt direkt eine CMS-kompatible Version
HTTrack Website Copier Desktop-Software kostenlos Klassiker, mit Wayback nur eingeschränkt
Wayback-Archive (GeiserX) CLI-Tool kostenlos neuer, erhält Assets besser

Rechnen Sie realistisch: Texte bekommen Sie meist vollständig zurück, Bilder oft nur lückenhaft, datenbankabhängige Inhalte wie Shop-Produkte oder Mitgliederbereiche gar nicht.

Die heruntergeladenen Dateien enthalten außerdem relative Links und lokale Pfade, die Sie nachbearbeiten müssen, bevor daraus wieder eine laufende Website wird. „Archivarix“ nimmt Ihnen diese Bereinigung weitgehend ab, alle anderen Wege bedeuten Handarbeit.

Liegt im Archiv nichts Brauchbares, bleibt nur der Neuaufbau.

Rechtliches beim Kopieren aus Archiven

Eigene Inhalte dürfen Sie bedenkenlos zurückholen, fremde nicht, denn das Urheberrecht gilt unabhängig davon, ob ein Text im Netz oder in einem Archiv liegt.

Das OLG Nürnberg sieht in der Archivierung einer Website in der Wayback Machine übrigens keine Urheberrechtsverletzung durch den ursprünglichen Betreiber, weil dieser keine Kontrolle über das Archiv hat, und das LG Karlsruhe kam im Februar 2023 bei archivierten Werbeanzeigen zu einem ähnlichen Schluss.

Das ist eine Zusammenfassung und kein Rechtsrat, bei konkreten Fällen fragen Sie bitte einen Anwalt.

Alte Webseiten, die bis heute online sind

Manche Seiten müssen Sie nicht im Archiv suchen, weil sie seit Jahrzehnten unverändert online stehen:

  • info.cern.ch: Kopie der allerersten Webseite, erstellt von Tim Berners-Lee.
  • Symbolics.com: Erste registrierte kommerzielle Domain, angemeldet am 15. März 1985.
  • Space Jam: Filmwebseite von 1996, nie überarbeitet, perfektes Anschauungsobjekt für 90er-Webdesign.
  • The Drudge Report: Nachrichtenaggregator von 1995, bis heute dasselbe minimalistische Layout.
  • Craigslist: 1995 gestartet, optisch bis heute Textliste.

Neben einer aktuellen Website sehen Sie sofort, welche Merkmale ein Layout alt aussehen lassen.

Passend dazu das erste Foto, das je ins Internet hochgeladen wurde, 1992 von Tim Berners-Lee:

erstes foto des internets

Die Bildqualität war damals offensichtlich kein Verkaufsargument.

Woran Sie eine veraltete Website erkennen: die Checkliste

Gehen Sie diese Liste an Ihrer eigenen Seite durch, je mehr Punkte zutreffen, desto dringender ist der Handlungsbedarf.

Sofort sichtbar

  • Kein Responsive Design. Die Seite sieht auf dem Smartphone gequetscht aus oder muss seitlich gescrollt werden. Google arbeitet seit 2019 mit dem Mobile-First-Index.
  • Festes schmales Layout. Statische Breiten von 800 bis 1000 Pixeln, die auf großen Bildschirmen in der Mitte kleben.
  • Optik aus den 2000ern. Gemusterte Hintergründe, Buttons mit Farbverlauf im Windows-XP-Stil, Comic Sans, Verdana in 10px, kaum Weißraum.
  • Flash-Reste. Adobe hat Flash am 31. Dezember 2020 endgültig eingestellt und blockiert seitdem aktiv. Wer noch Flash einsetzt, hat eine unbenutzbare Seite.
  • Tabellenlayout. Im Quelltext stehen <table>, <tr> und <td> als äußerste Container. Das ist 90er-Jahre-Technik.

Im Browser prüfbar

  • Kein HTTPS. Chrome zeigt seit 2018 bei HTTP-Seiten die Warnung „Nicht sicher“, Firefox und Safari genauso.
  • Kein Cookie-Banner und keine Datenschutzerklärung. Seit der DSGVO 2018 und dem TTDSG 2021 sind Cookie-Banner für trackende Seiten Pflicht. Fehlt beides, wurde die Seite seit mindestens 2018 nicht angefasst.
  • Winzige Schrift und Mini-Links. Google empfiehlt für Mobile mindestens 16px Schriftgröße und Tap-Targets von mindestens 48×48 Pixeln.

Mit Tools prüfbar

  • Core Web Vitals durchgefallen. Die Grenzwerte für „gut“: LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0,1. Google hat FID im März 2024 durch INP ersetzt, und nur 48% der mobilen Sites bestehen laut einer Analyse von 2026 alle drei Tests.
  • Veraltetes CMS oder PHP. Prüfbar mit „WhatCMS.org“ oder „Wappalyzer“. Alles unter PHP 8.1 bedeutet in der Regel auch veraltete Plugins und Themes.
  • Keine Barrierefreiheit. Fehlende Alt-Texte, keine Skip-Navigation, div statt header, nav und main, keine ARIA-Labels, kein sichtbarer Keyboard-Fokus.
  • Keine strukturierten Daten. Schema.org-Markup für Unternehmensdaten, Öffnungszeiten und Bewertungen fehlt.

Was eine veraltete Website konkret kostet

Diese Punkte klingen nach Kosmetik, sind es aber nicht.

Sicherheit: Etwa 13.000 WordPress-Seiten werden täglich gehackt, 61% davon liefen zum Zeitpunkt des Angriffs auf veralteter Software und 91% der Lücken stecken in Plugins.

2025 wurden 11.334 neue Sicherheitslücken im WordPress-Ökosystem gemeldet, rund 42% mehr als im Vorjahr, und zwischen Veröffentlichung einer Lücke und dem ersten Angriff vergehen im Schnitt etwa fünf Stunden.

Im schlimmsten Fall kostet ein Angriff Sie Ihre Kundendaten und den Platz im Google-Index, weil Ihre Domain auf einer Blacklist landet.

Rankings: Core Web Vitals sind Rankingfaktor, fehlendes HTTPS ist seit 2014 ein negatives Signal, und ohne mobile Version werden Sie im Mobile-First-Index auf Basis von etwas bewertet, das nicht existiert.

Umsatz: Pro zusätzlicher Sekunde Ladezeit gehen rund 7% der Conversions verloren, ein um eine Sekunde besserer LCP bringt nach Google-Daten 10 bis 20% mehr. Diese Zahlen beruhen teils auf älteren Studien, die Richtung ist aber unstrittig.

Abmahnungen: Fehlende Cookie-Banner und DSGVO-Verstöße sind durch Mitbewerber und Verbraucherschutzverbände abmahnfähig, Bußgelder reichen theoretisch bis 20 Millionen Euro oder 4% des weltweiten Jahresumsatzes. Ein unvollständiges Impressum bringt Streitwerte von typischerweise 1.000 bis 5.000 Euro.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz und Ihre Website

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) setzt die EU-Richtlinie 2019/882 in deutsches Recht um, es ist am 28. Juni 2025 in Kraft getreten und gilt für Produkte und digitale Dienstleistungen, die ab dem 29. Juni 2025 auf den Markt gebracht werden.

Betroffen sind Unternehmen, die Verbrauchern digitale Dienstleistungen anbieten in den Bereichen E-Commerce, Banking, Telekommunikation, Personenbeförderung, E-Books und digitale Lesegeräte sowie Medien.

Nicht betroffen sind reine Informationswebsites ohne Transaktionsfunktion, reine B2B-Angebote und Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern und weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz.

Technisch verlangt wird WCAG 2.1 Level AA nach EN 301 549, also wahrnehmbare, bedienbare, verständliche und robuste Inhalte.

Die häufigsten Mängel: Formulare, die sich nicht per Tastatur bedienen lassen, Farbkontraste unter 4,5:1 bei normalem Text, fehlende Alt-Texte, fehlende Sprachauszeichnung lang="de", keine Skip-Navigation und fehlende ARIA-Labels.

Dazu kommt die Pflicht zur Barrierefreiheitserklärung, prominent im Footer verlinkt, mit Konformitätsstatus und bekannten Mängeln.

Die Nachrüstung der Barrierefreiheit kostet nach Branchenangaben 800 bis 2.500 Euro für ein Audit, 2.500 bis 5.000 Euro für eine kleine Website und 15.000 bis 50.000 Euro für eine E-Commerce-Plattform.

Verstöße können mit Bußgeldern bis 100.000 Euro geahndet werden, Abmahnungen durch Mitbewerber nach UWG sind möglich, in schweren Fällen ist eine Betriebsuntersagung denkbar.

Wichtig zur Einordnung: Das Gesetz ist seit Juni 2025 in Kraft, Behördenpraxis und Rechtsprechung sind noch im Aufbau, und Grenzfälle wie ein kleiner Shop nahe der Umsatzgrenze gehören zu einem auf IT-Recht spezialisierten Anwalt.

Relaunch oder Überarbeitung?

Eine Überarbeitung reicht, wenn das CMS technisch noch tragfähig ist, die URL-Struktur passt, Rankings vorhanden sind und nur Design, Texte oder einzelne Funktionen veraltet sind.

Typische Maßnahmen sind ein neues Theme, Performance-Optimierung, neue Texte, SSL nachrüsten, Cookie-Banner einbauen und Barrierefreiheits-Korrekturen, meist im Bereich von 1.000 bis 8.000 Euro.

Ein kompletter Website Relaunch ist nötig, wenn das CMS keine Updates mehr bekommt, die Architektur kein Responsive Design zulässt, die URL-Struktur grundlegend falsch ist oder Neuaufbau günstiger wird als Bereinigung. Für KMU-Seiten liegen die Kosten dann zwischen 5.000 und 25.000 Euro und mehr.

Und jetzt der Teil, an dem die meisten scheitern.

Nach einer oft zitierten Zahl erreichen 80% aller Relaunches ihre Ziele nicht, und die Ursache ist fast immer dieselbe: die Redirects.

Jede alte URL, die verschwindet oder umzieht, braucht einen 301-Redirect auf ihr neues Ziel.

Fehlt der, behandelt Google die alte Adresse als 404, alle aufgebauten Backlinks verlieren ihren Wert und ein Traffic-Einbruch von 30 bis 50% in der ersten Woche ist der Normalfall.

Ein britischer Retailer verlor dadurch nach einem Agenturbericht rund 4,5 Millionen Euro im ersten Monat.

Erstellen Sie das Redirect-Mapping deshalb vollständig, bevor der neue Stand live geht, niemals danach!

Exportieren Sie vorher alle rankenden URLs aus der Google Search Console und prüfen Sie danach jede einzelne.

Und denken Sie an die robots.txt Ihrer Staging-Umgebung, denn ein vergessenes „Disallow: /“ sorgt zuverlässig dafür, dass Google Ihre neue Seite gar nicht erst indexiert.

Zur Erholung: Eine mittelgroße Site ist nach 2 bis 4 Wochen neu indexiert, Schwankungen bis 15% in den ersten zwei Wochen sind normal, und liegt der Traffic nach drei Wochen mehr als 20% unter dem Ausgangswert, müssen Sie eingreifen.

Bei schweren Redirect-Fehlern nennt ein Branchenbericht im Schnitt 523 Tage bis zur Erholung, eine Zahl ohne benannte Primärquelle, die aber die Größenordnung zeigt.

Sie möchten das nicht selbst umsetzen? Wir übernehmen das für Sie, mehr dazu auf unserer Seite Website erstellen lassen.

Häufige Fragen zu alten Webseiten

Wie sehe ich eine frühere Version einer Website?

Über web.archive.org: URL vollständig mit https:// eingeben, Jahr wählen, einen markierten Tag im Kalender anklicken, Zeitpunkt aus dem Dropdown öffnen.

Gibt es den Google Cache noch?

Nein, Google hat ihn im Februar 2024 abgeschaltet und Microsoft den Bing Cache im Dezember 2024. Unter den großen Suchmaschinen bietet nur noch Yandex eine Cache-Funktion.

Kann ich eine gelöschte Website wiederherstellen?

Teilweise. Texte lassen sich aus Wayback-Snapshots meist vollständig zurückholen, Bilder oft nur lückenhaft, datenbankabhängige Inhalte gar nicht. Für ganze Domains helfen „Archivarix“ oder der „Wayback Machine Downloader“.

Wie lasse ich meine eigene Website aus der Wayback Machine löschen?

Per E-Mail an info@archive.org unter Berufung auf DSGVO oder DMCA. Die Löschung erfolgt typischerweise innerhalb von 48 Stunden.

Woran erkenne ich, dass meine Website veraltet ist?

Die deutlichsten Zeichen sind fehlendes Responsive Design, fehlendes HTTPS, kein Cookie-Banner, ein Layout in fester Breite, Tabellenlayout im Quelltext und durchgefallene Core Web Vitals. Die vollständige Liste finden Sie oben in der Checkliste.

Wie lange dauert die SEO-Erholung nach einem Relaunch?

Eine mittelgroße Website ist normalerweise nach 2 bis 4 Wochen neu indexiert. Bleibt der Traffic nach drei Wochen mehr als 20% unter dem alten Niveau, liegt ein Fehler vor, meist bei den Redirects.

Gilt das BFSG für meine Website?

Es gilt für Unternehmen, die Verbrauchern digitale Dienstleistungen in Bereichen wie E-Commerce, Banking, Telekommunikation, Personenbeförderung, E-Books und Medien anbieten. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen unter 10 Mitarbeitern und unter 2 Millionen Euro Jahresumsatz, reine Informationsseiten ohne Transaktionsfunktion und reine B2B-Angebote. Bei Grenzfällen hilft nur anwaltliche Beratung.

Damit haben Sie beides in der Hand: den Weg in die Vergangenheit über die Archive und die Kriterien, an denen Sie den Zustand Ihrer eigenen Seite ehrlich beurteilen können!