Strato Domain umziehen: Die vollständige Anleitung

Sie wollen Ihre Strato Domain umziehen und finden überall nur den gleichen halben Satz: Auth-Code anfordern, beim neuen Anbieter eingeben, fertig.

Das ist der Teil, der funktioniert.

Der Teil, der schiefgeht, steht meistens nirgendwo.

Denn ein Domainumzug, offiziell Providerwechsel genannt, überträgt genau eine Sache: die Domain selbst.

Ihre Website-Dateien, Ihre Datenbank, Ihre DNS-Einträge und Ihre E-Mail-Postfächer bleiben, wo sie sind.

Das ist der häufigste Irrtum beim Thema Strato Domain umziehen und die häufigste Ursache für echten Datenverlust.

Wer die Domain umzieht und gleichzeitig den Strato-Vertrag kündigt, ohne zu sichern, verliert am Tag des Vertragsendes sämtliche E-Mails.

Nicht verzögert, nicht wiederherstellbar, sondern gelöscht.

Diese Anleitung geht deshalb den kompletten Weg durch: Vorbereitung, E-Mail-Sicherung, Website und Datenbank, Auth-Code, DNS-Umstellung, Kontrolle per dig und alles, was danach noch kaputtgehen kann.

Strato Domain umziehen: Was übertragen wird und was nicht

Strato macht beim Providerwechsel exakt zwei Dinge: Ihre Kündigung verarbeiten und Ihnen den AuthInfo-Code senden.

Inhalte, E-Mails und DNS-Einstellungen überträgt Strato nicht.

Und noch ein Punkt, den viele falsch im Kopf haben: Der Hosting-Vertrag läuft nach dem Domainumzug ganz normal bis zum Ende seiner Laufzeit weiter.

Die Domain liegt dann schon beim neuen Provider, während der Webspace bei Strato noch bezahlt wird.

Das ist kein Fehler, sondern der Normalfall, und sogar nützlich, weil Sie so eine Übergangszeit haben.

Für den Umzug kündigen Sie nur die Domain selbst, nicht zwingend das gesamte Paket.

Vorbereitung: Diese Schritte gehören 48 Stunden vorher erledigt

Der Umzug selbst dauert Minuten, die Vorbereitung entscheidet darüber, ob Ihre Website und Ihre E-Mails dabei ausfallen.

1. Alle DNS-Einträge notieren

Beim Providerwechsel wird die DNS-Zone beim neuen Anbieter neu aufgebaut, und was Sie nicht notiert haben, ist weg.

Notieren Sie mindestens:

A-Record:    example.de → 123.456.789.0
AAAA-Record: example.de → [IPv6-Adresse]
MX-Record:   example.de → mail.strato.de (Priorität 10)
TXT-Record:  example.de → v=spf1 include:strato.de ~all
CNAME:       www        → example.de
TXT (DKIM):  mail._domainkey.example.de → v=DKIM1; p=...

Besonders die TXT-Einträge für SPF und DKIM werden gern übersehen, und fehlen die nach dem Umzug, landen Ihre ausgehenden E-Mails beim Empfänger im Spam.

2. TTL auf 300 Sekunden herabsetzen

Die TTL (Time to live) sagt jedem DNS-Resolver weltweit, wie lange er Ihren Eintrag zwischenspeichern darf.

Steht sie auf 86400 Sekunden, hält ein Resolver Ihre alte IP-Adresse bis zu 24 Stunden fest, auch wenn Sie längst umgestellt haben.

Setzen Sie deshalb mindestens 48 Stunden vor dem Umzug herunter, denn die Senkung muss selbst erst propagieren:

Record Standard-TTL Ziel-TTL
A / AAAA 3600 bis 86400s 300s
MX 3600 bis 86400s 300s
TXT (SPF, DKIM) 3600 bis 86400s 300s

Der häufigste Fehler an dieser Stelle ist, nur den A-Record anzupassen und den MX-Record zu vergessen.

Die Folge: Ihre Website läuft nach einer Stunde auf dem neuen Server, Ihre E-Mails trudeln aber bis zu 24 Stunden weiter beim alten Server ein, wo Sie sie nicht sehen.

3. DNSSEC deaktivieren

Falls Sie DNSSEC aktiv haben, deaktivieren Sie es beim alten Registrar, bevor die Nameserver wechseln.

Denn die Signatur passt nach dem Wechsel nicht mehr zur neuen Zone, und Ihre Domain ist dann für validierende Resolver komplett unerreichbar.

Das ist die unangenehmste Falle im ganzen Prozess, weil sie erst zuschlägt, wenn alles andere schon erledigt ist.

4. Alles sichern

Website-Dateien, Datenbank und E-Mail-Postfächer, jeweils im eigenen Abschnitt weiter unten, weil genau dort der Schaden entsteht.

E-Mail-Postfächer sichern: Hier verlieren die meisten ihre Daten

Ihre Postfächer hängen nicht an der Domain, sondern am Hosting-Paket bei Strato.

Solange der Strato-Vertrag läuft, sind sie erreichbar, selbst wenn die Domain längst umgezogen ist.

Endet der Vertrag, werden alle Postfächer samt Inhalt gelöscht.

Strato bietet danach keinen verlängerten Lese-Zugriff, und ein nachträgliches Backup gibt es nicht.

Deshalb gilt: sichern, bevor Sie den Umzug anstoßen, nicht erst wenn der MX-Record schon umgestellt ist.

Methode 1: Thunderbird, kostenlos und für die meisten der richtige Weg

  1. Strato-Postfach als IMAP-Konto einrichten: Posteingang (IMAP): imap.strato.de, Port 993, SSL. Postausgang (SMTP): smtp.strato.de, Port 465, SSL.
  2. Alle Ordner synchronisieren: Jeden Ordner einmal anklicken und den kompletten Download abwarten.
  3. E-Mails in lokale Ordner kopieren: Rechtsklick auf den Ordner, dann „Kopieren in“, dann „Lokale Ordner“. Erst jetzt liegen die Mails auf Ihrer Festplatte und nicht mehr nur auf dem Strato-Server.
  4. Neues Postfach beim neuen Hoster ebenfalls in Thunderbird einrichten.
  5. E-Mails aus den lokalen Ordnern ins neue Postfach verschieben.

Schritt 3 ist der entscheidende, denn ein IMAP-Konto ist nur eine Ansicht auf den Server, keine Sicherung.

Wer das Konto einrichtet, kurz alles sieht und sich in Sicherheit wiegt, hat nichts gesichert!

Methode 2: Outlook mit PST-Export

Outlook, dann „Datei“, dann „Importieren/Exportieren“, dann „In Datei exportieren“, dann „Outlook-Datendatei (.pst)“, dann alle Ordner wählen und sichern.

Das Ergebnis ist eine einzelne Datei, die Sie später wieder importieren können.

Methode 3: imapsync für große Postfächer

Bei Postfächern über 10 GB wird Drag & Drop unzuverlässig und verliert E-Mails.

Nutzen Sie dann imapsync, das direkt vom Strato-IMAP zum neuen Anbieter synchronisiert.

Bedauerlicherweise ist das der anspruchsvollste Weg, bei der Datenmenge aber der einzige zuverlässige.

Wie lange kommen noch E-Mails bei Strato an?

So lange, wie der MX-Record auf Strato zeigt und der Vertrag läuft.

Behalten Sie deshalb in den ersten Tagen beide Postfächer im Blick, das alte und das neue.

Website und Datenbank umziehen: Die Reihenfolge gegen Downtime

Jetzt die Frage, an der die meisten Anleitungen scheitern: In welcher Reihenfolge?

Daten zuerst, DNS zuletzt.

Wer erst die Domain umstellt und dann anfängt, Dateien zu kopieren, produziert garantiert Ausfallzeit.

Diese Reihenfolge vermeidet das:

  1. Neues Hosting aufsetzen: FTP-Zugangsdaten besorgen und eine leere Datenbank anlegen. Welcher Anbieter sich lohnt, steht in unserem Hosting-Vergleich.
  2. Dateien und Datenbank auf den neuen Server kopieren: noch vor jeder DNS-Umstellung.
  3. WordPress auf dem neuen Server testen: über eine temporäre URL des Hosters oder einen Eintrag in der lokalen Hosts-Datei.
  4. Erst jetzt DNS umstellen: A-Record auf die neue IP-Adresse zeigen lassen.
  5. Search Replace in der Datenbank: nur nötig, wenn sich der Hostname ändert.
  6. SSL-Zertifikat auf dem neuen Server aktivieren.
  7. Propagation abwarten, dann erst den alten Server kündigen.

Lassen Sie sich bei Schritt 3 Zeit und testen Sie die Seite, bevor ein einziger Besucher dort landet.

Welcher Weg für welche Website

„All-in-One WP Migration“: Für kleine Sites unter 200 MB, kein FTP nötig, in der Free-Version aber offiziell auf 512 MB Import begrenzt.

„Duplicator“: Für mittlere Sites bis etwa 500 MB. Plugin installieren, Archiv erstellen, Archiv und installer.php herunterladen, beides auf den neuen Server hochladen, installer.php im Browser aufrufen, Datenbankverbindung konfigurieren.

Manuell per FTP und phpMyAdmin: Für alles darüber. Dateien mit „FileZilla“ herunterladen, Datenbank über phpMyAdmin als SQL-Datei exportieren, Dateien hochladen, neue Datenbank anlegen, SQL importieren, in der wp-config.php Datenbankname, Benutzer, Passwort und Host anpassen.

Bei sehr großen Medienverzeichnissen ist der manuelle Weg unumgänglich, weil jedes Plugin vorher am Größenlimit scheitert.

Mehr dazu in unserer Anleitung WordPress umziehen.

Auth-Code bei Strato anfordern: Die Menüpfade

Und hier gleich die Information, die viele überrascht: Strato stellt den AuthInfo-Code nur aus, wenn die Domain gekündigt ist oder wurde.

Wer es ohne Kündigung versucht, bekommt die Meldung „Für aktive Domains ohne Kündigung können Sie keinen AuthInfo-Code anfordern“.

Das ist keine Fehlfunktion, sondern Strato-Policy.

Weg A: Kündigen und automatisch warten

Kündigen Sie die Domain im Kundenlogin, dann sendet Strato den Auth-Code automatisch 30 Tage vor dem Ablaufdatum an die E-Mail-Adresse, die beim Domaininhaber hinterlegt ist.

Menüpfad für die Kündigung:

Login → Meine Pakete → [Produkt auswählen] → Vertragsverwaltung → Vertrag kündigen

Oder über den direkten Kündigungsbereich:

Login → Einstellungen / Vertragsverwaltung → Vertrag kündigen

Weg B: Code manuell anfordern

Sobald die Kündigung eingereicht ist, können Sie den Code selbst anstoßen.

Menüpfad:

Login → Meine Pakete → [Paket auswählen] → nach unten scrollen zu "Domains" → "Authcode anfordern" neben der jeweiligen Domain klicken → "AuthInfo Code versenden"

Die Strato-FAQ nennt alternativ diesen kürzeren Pfad:

Domains → Domainverwaltung → Authcode anfordern

Beide führen zum gleichen Ziel, die Bezeichnung hängt davon ab, ob Sie über das Paket oder direkt über die Domainverwaltung navigieren.

Der Code kommt anschließend innerhalb von 24 Stunden per E-Mail.

Sollten Sie den Menüpunkt partout nicht finden, hilft die Strato-Hotline unter +49 30 300 146 0 weiter.

Kündigungsfristen bei Strato

Produkt Mindestlaufzeit Kündigungsfrist
Domains 12 Monate 30 Tage vor Laufzeitende
Webhosting-Pakete 1 bis 12 Monate je nach Tarif 14 Tage vor Laufzeitende
VPS / Dedicated Server 1 bis 12 Monate 14 Tage vor Laufzeitende
Mail & Office variabel 30 Tage

Verpassen Sie die Frist, verlängert sich der Vertrag automatisch um eine weitere Laufzeit, und eine anteilige Rückerstattung gibt es nicht.

Die Reihenfolge, die Ihre Domain rettet

Wenn Sie kündigen, aber vergessen, den Umzug rechtzeitig einzuleiten, verlieren Sie die Domain mit Ablauf der Laufzeit.

Strato gibt keine Garantie, eine gekündigte Domain nach Ablauf zu reaktivieren.

Sie geht dann in die normale Freigabephase und kann von jedem anderen registriert werden.

Bei einer Domain, die seit Jahren Ihr Firmenname ist, ist das ein Totalverlust.

Empfehlung: Kündigung einreichen, Auth-Code manuell anfordern, Umzug sofort anstoßen, und erst danach über die Kündigung des Hosting-Vertrags nachdenken.

Nicht umgekehrt.

KK-Antrag beim neuen Anbieter und Transferzeiten

Den erhaltenen Auth-Code geben Sie beim neuen Anbieter ein.

Der initiiert damit den KK-Antrag, die Konnektivitäts-Koordination, bei der zuständigen Registry, bei .de-Domains also bei der DENIC.

Ab da läuft der Transfer vollautomatisch:

  • .de-Domains: wenige Minuten bis wenige Stunden nach der Bestätigung
  • .com, .net, .org, .biz, .info: bis zu 5 Werktage, weil der abgebende Provider nach ICANN-Regeln 5 Tage Widerspruchsrecht hat

Bei den generischen Endungen sperrt ICANN den Transfer außerdem, wenn die Domain weniger als 60 Tage alt ist, innerhalb der letzten 60 Tage bereits transferiert wurde oder weniger als 14 Tage vor Ablauf der Registrierungsperiode steht.

Trifft einer dieser Punkte zu, hilft kein Auth-Code der Welt, dann bleibt nur warten.

DNS umstellen und Propagation prüfen

Nach dem Transfer läuft Ihre Domain zunächst mit den alten DNS-Einträgen weiter, sofern diese noch auflösbar sind.

Jetzt zeigen Sie die Nameserver beim neuen Registrar auf den neuen Hoster oder passen die Einträge einzeln an, mit Ihrer Liste aus der Vorbereitung.

Was die einzelnen Record-Typen bedeuten, erklären wir in DNS-Records erklärt.

Und danach wird kontrolliert, statt gehofft.

Prüfen mit dig unter Linux und macOS

# A-Record prüfen
dig +noall +answer example.de A

# MX-Record prüfen (kritisch für E-Mail)
dig +noall +answer example.de MX

# SPF-Record prüfen
dig +noall +answer example.de TXT

# DMARC prüfen
dig +noall +answer _dmarc.example.de TXT

# Direkt einen bestimmten Nameserver befragen
dig @ns1.neuerhoster.de +noall +answer example.de A

Die letzte Zeile ist die nützlichste, denn sie fragt den neuen Nameserver direkt und umgeht jeden Cache.

Antwortet er korrekt, ist Ihre Konfiguration richtig und Sie warten nur noch auf die Propagation.

Prüfen mit nslookup unter Windows

nslookup example.de
nslookup -type=MX example.de
nslookup -type=TXT example.de

Den weltweiten Stand sehen Sie zusätzlich mit „whatsmydns.net“ oder „dnschecker.org“.

Wie lange dauert die Propagation

Mit vorher auf 300 Sekunden gesenkter TTL sehen 80 bis 90 Prozent der Resolver die Änderung innerhalb von 1 bis 4 Stunden.

Das technische Maximum liegt bei 72 Stunden, weil manche Internetanbieter TTL-Werte schlicht ignorieren.

Nach 48 bis 72 Stunden stabilem Betrieb setzen Sie alle Records wieder auf 3600 Sekunden hoch.

SSL: Was mit dem alten Zertifikat passiert

Das Strato-Zertifikat hängt am Strato-Hosting und läuft nicht auf dem neuen Server mit.

Während der Propagation sehen Besucher auf dem alten Server ein gültiges Zertifikat, Besucher auf dem neuen dagegen die Warnung „Verbindung nicht sicher“.

Halten Sie deshalb diese Reihenfolge ein:

  1. Zuerst DNS umstellen, A-Record auf die neue IP.
  2. Warten, bis die Propagation durch ist, prüfbar mit dig.
  3. Dann Let’s Encrypt im Panel des neuen Hosters aktivieren.

Let’s Encrypt kann nämlich erst dann ein Zertifikat ausstellen, wenn die Domain nachweislich auf den richtigen Server auflöst, danach dauert es Sekunden bis Minuten.

Prüfen Sie außerdem, ob die automatische Verlängerung aktiv ist, denn Let’s Encrypt-Zertifikate laufen alle 90 Tage ab.

Was nach dem Umzug schiefgeht

Die Domain ist umgezogen, die Seite lädt, und trotzdem stimmt etwas nicht.

Mixed Content

Die Seite läuft auf HTTPS, aber Bilder, Skripte oder Stylesheets werden noch über HTTP geladen, und der Browser blockiert sie oder zeigt ein Warnsymbol statt des Schlosses.

Ursache sind absolute URLs mit http:// in der Datenbank.

Die Lösung ist ein Search Replace, aber bitte das richtige:

# Via WP-CLI (wenn SSH-Zugang vorhanden)
wp search-replace 'http://example.de' 'https://example.de' --all-tables

Arbeiten Sie hier niemals mit einem einfachen SQL-Replace in phpMyAdmin!

WordPress speichert serialisierte Daten, und ein direktes REPLACE INTO beschädigt diese Strukturen, was kaputte Theme-Optionen und Widgets zur Folge hat.

Ohne SSH-Zugang nutzen Sie das Plugin „Better Search Replace“, das serialisierungssicher über die WordPress-Oberfläche ersetzt.

Alte URLs in der Datenbank

Wenn Sie beim Umzug auch den Domainnamen wechseln, reicht es nicht, siteurl und home zu ändern.

Betroffen sind außerdem wp_posts mit Inhalten, Widgets und eingebetteten Medien, die Theme-Einstellungen, die Plugin-Konfigurationen und absolute Links in Menüs.

301-Weiterleitungen

Bei einem reinen Hosting-Wechsel ohne Domainänderung brauchen Sie keine Weiterleitungen.

Wechselt gleichzeitig die Domain, richten Sie eine 301-Weiterleitung ein, am besten serverseitig per .htaccess:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^(www\.)?olddomain\.de$ [NC]
RewriteRule ^(.*)$ https://www.newdomain.de/$1 [R=301,L]

Vermeiden Sie Weiterleitungsketten von A über B nach C und leiten Sie immer direkt auf die endgültige neue URL.

Google Search Console

  1. Neue Domain als Property verifizieren.
  2. Neue XML-Sitemap einreichen.
  3. Die alte Property nicht löschen, sondern mindestens 3 bis 6 Monate für Fehlerkontrolle und Ranking-Monitoring behalten.
  4. Bei einem Domainwechsel zusätzlich das Adressänderungstool nutzen, damit Google die Weiterleitung explizit mitgeteilt bekommt.

E-Mail kommt nicht an

  • Zeigt der MX-Record noch auf Strato? Dann den neuen MX-Record setzen.
  • Propagiert der MX-Record noch? Mit dig example.de MX prüfen.
  • Sind zwei SPF-Records vorhanden? Sofort beheben.

Der letzte Punkt ist heimtückisch: Zwei v=spf1-Einträge auf derselben Domain führen nach RFC 7208 zu einem PermError, und Ihre E-Mails werden abgelehnt.

Nicht im Spam landen, sondern abgelehnt.

Richten Sie außerdem DKIM und SPF beim neuen Hoster neu ein, sonst landen alle ausgehenden E-Mails beim Empfänger im Spam.

Auth-Code wird abgelehnt: Was jetzt

Der Code ist da, der neue Anbieter nimmt ihn nicht an. Die häufigsten Ursachen:

  • Der Code ist abgelaufen, bei .de nach maximal 30 Tagen, bei .com, .net und .org nach maximal 40 Tagen.
  • Beim Kopieren hat sich ein Leerzeichen am Anfang oder Ende eingeschlichen.
  • Der Code wurde bereits für einen anderen Transferversuch verwendet.
  • Die Domain ist durch einen Registrar-Lock gesperrt, der beim abgebenden Provider aufgehoben werden muss.
  • Bei .com und Co.: Die Domain ist jünger als 60 Tage oder steht weniger als 14 Tage vor Ablauf.

Fordern Sie dann im Strato-Kundenlogin einen neuen Authcode an, fügen Sie ihn per Copy-Paste direkt aus der E-Mail ein, und rufen Sie bei anhaltenden Problemen den Strato-Support unter +49 30 300 146 0 an.

Wartezeiten im Überblick

Schritt Dauer
Auth-Code anfordern bis E-Mail-Eingang bis 24 Stunden
.de-Domain Transfer (DENIC) Minuten bis wenige Stunden
.com/.net/.org Transfer (ICANN) 5 Werktage Widerspruchsfrist
DNS-Propagation mit TTL 300s 1 bis 4 Stunden für 80 bis 90 Prozent
DNS-Propagation technisches Maximum 72 Stunden
Let’s Encrypt Zertifikat ausstellen Sekunden bis Minuten

Wenn nach allen Schritten immer noch etwas hakt

Löst die Domain nach 72 Stunden weiterhin nicht auf, prüfen Sie in dieser Reihenfolge:

  1. dig @ns1.neuerhoster.de +noall +answer example.de A gegen den neuen Nameserver. Kommt keine Antwort, liegt der Fehler in der Zone und nicht an der Propagation.
  2. Im Panel des neuen Registrars kontrollieren, ob die Nameserver-Einträge gespeichert wurden.
  3. DNSSEC-Status prüfen, die Ursache, die am längsten unentdeckt bleibt.
  4. Beim Support des neuen Hosters nachfragen, ob der KK-Antrag abgeschlossen wurde.

Und wenn das Postfach leer wirkt, obwohl Sie gesichert haben: Schauen Sie in Thunderbird unter „Lokale Ordner“ nach, dort liegen die Mails.

Damit ist Ihr Umzug durch!

Der Aufwand ist nicht klein, vor allem die Vorbereitung mit TTL und E-Mail-Sicherung kostet Nerven.

Dafür läuft der eigentliche Transfer in Minuten durch, und Ihre Besucher merken davon nichts.

Wenn Sie das nicht selbst machen möchten, übernehmen wir den Umzug für Sie, mehr dazu unter Website-Wartung.

FAQ zum Strato Domainumzug

Wie lange dauert der Domainumzug von Strato?

Bei .de-Domains wenige Minuten bis wenige Stunden, weil die DENIC den KK-Antrag automatisch verarbeitet.

Bei .com, .net, .org, .biz und .info bis zu 5 Werktage, weil der abgebende Provider nach ICANN-Regeln 5 Tage Widerspruchsrecht hat.

Dazu kommen bis zu 24 Stunden, bis der Auth-Code per E-Mail eintrifft.

Kann ich meine Strato Domain ohne Kündigung umziehen?

Nein.

Strato stellt den AuthInfo-Code nur aus, wenn die Domain gekündigt ist oder wurde.

Auch der automatische Versand 30 Tage vor dem Ablaufdatum setzt eine Kündigung voraus.

Wie lange ist der Strato Auth-Code gültig?

Bei .de-Domains maximal 30 Tage, bei .com, .net und .org maximal 40 Tage.

Ist er abgelaufen, fordern Sie im Kundenlogin einen neuen an, denn ein bereits verwendeter Code funktioniert kein zweites Mal.

Was passiert mit meiner Website, wenn die Domain umzieht?

Nichts.

Der Providerwechsel überträgt ausschließlich die Domain, nicht Ihre Dateien und nicht Ihre Datenbank.

Die Website liegt danach weiterhin auf dem Strato-Webspace und ist erreichbar, solange der Hosting-Vertrag läuft und die DNS-Einträge dorthin zeigen.

Den Umzug führen Sie separat durch, und zwar vor der DNS-Umstellung.

Was passiert mit meinen E-Mails beim Strato Domain Umzug?

Die Postfächer hängen am Hosting-Paket, nicht an der Domain, und bleiben erreichbar, solange der Strato-Vertrag läuft.

Endet die Laufzeit, werden alle Postfächer samt Inhalt gelöscht, und Strato bietet danach weder Lese-Zugriff noch Backup.

Sichern Sie deshalb per IMAP über Thunderbird, per PST-Export in Outlook oder mit imapsync, bevor Sie den Umzug starten.

Warum ist meine Domain nach dem Umzug nicht erreichbar?

Die vier häufigsten Ursachen: aktives DNSSEC, das vor dem Nameserver-Wechsel nicht deaktiviert wurde, eine noch laufende Propagation, falsch eingetragene Nameserver, oder ein fehlendes SSL-Zertifikat.

Beim fehlenden Zertifikat ist die Domain technisch erreichbar, der Browser warnt aber vor einer unsicheren Verbindung.

Prüfen Sie mit dig @ns1.neuerhoster.de +noall +answer example.de A, ob der neue Nameserver korrekt antwortet.

Verliere ich beim Umzug meine Google-Rankings?

Nicht, wenn die Domain gleich bleibt, denn ein reiner Hosting- oder Registrarwechsel ändert für Google nichts.

Wechseln Sie gleichzeitig den Domainnamen, richten Sie 301-Weiterleitungen ohne Ketten direkt von jeder alten auf die endgültige neue URL ein.

Verifizieren Sie die neue Domain danach in der Search Console, reichen Sie die neue Sitemap ein und nutzen Sie das Adressänderungstool.